Schreiben für Anfänger – Teil 2

Wie man ein Buch schreibt, verrät der novum Verlag mit Tipps für Recherche, Schreibstil und gute Ideen.

Wie man ein Buch schreibt

„Ich habe eine Idee! Ich schreibe ein Buch darüber!“ – So weit, so gut. Sie haben eine Buchidee im Kopf, Ihre Charaktere sind praktisch formvollendete Menschen und die letzte Seite ist vom ersten Buchstaben bis zum finalen Satzzeichen so gut wie geschrieben? Der Fall, dass man von akutem Autoreneifer heimgesucht wird, tritt selten genug ein. Wie man ein Buch schreibt, ist eine der wohl am häufigsten gestellten W-Fragen werdender Schriftsteller. Viele suchen jahrelang vergeblich nach der einen Inspiration, nach der schillernden Idee für ihr erstes, eigenes Buch. Und lässt sich die Muse der Poesie dann doch noch zum erlösenden Kuss bitten, dann sieht man sich plötzlich einem Problem ganz anderer, nämlich papiergewordener Natur gegenüber. Denn ein Schriftsteller, der den Stift sozusagen schon gezückt hat, stellt sich seinem größten Kritiker eigentlich erst im Angesicht seines eigenbrötlerischen Tagesgeschäfts – dem weißen Blatt.

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Thriller, Krimi oder doch Fantasy mit Drachen, Rittern und allem was dazu gehört? Das richtige Genre will gut gewählt sein!

Bevor man sich ans Schreiben, ans Fantasieergründen macht und auf und davon ins Leben der Fiktion entschwindet, gilt es vorab noch einige Fehlerquellen zu ergründen, die schon so manch großen Vorgänger ins Straucheln gebracht haben. Aus diesem Grund geht der novum Verlag im zweiten Teil seiner Serie „Schreiben für Anfänger“ den Hemmschwellen des Schreibelans auf den Grund, legt sie brach und beantwortet die quälende Einstiegsfrage: „Wo fängt man eigentlich an, wenn man anfangen will?“

Wie man ein Buch schreibt:

1) Machen Sie es zu Ihrem Thema! Bevor Sie mit der Zahl Ihrer Tastaturanschläge die Hyperbeln der Literatur ergründen, sollten Sie für sich erschließen, welche Themenbereiche Ihnen überhaupt genügend Ausdauer für eine Reise dieses Umfangs liefern. So mag es zwar ein ehrenwertes Großvorhaben sein, in die Fußstapfen von J. K. Rowling oder J.R.R. Tolkien treten zu wollen. Wessen Fantasie aber gerade mal so ausreicht, um die Einkaufsliste fürs Wochenende zu planen, der sollte vielleicht ein anderes Genre in Erwägung ziehen. Ob einem mehr die Rubrik Fantasy, Krimi, Roman oder auch Biographie in den Fingern liegt, findet man am ehesten in einem ehrlichen Prozess der Selbstreflexion heraus. So kann es zum Beispiel hilfreich sein, sich zu fragen, welche Filmkategorien man bevorzugt. Aber auch persönliche Interessen können den Stoff für eine gut verwobene Geschichte liefern. Der eigene Charakter hilft ebenfalls beim Skizzieren eines Storyboards. So sollten von Natur aus Neugierige Genres wie Biographien oder Krimis, die viel Recherchearbeit erfordern, bevorzugen. Unverbesserliche Romantiker bauen ihre Luftschlösser am besten in Büchern zum Thema Roman oder Belletristik. Wer noch auf der Suche nach einer Idee zu seinem präferierten Genre ist, kann auch seine Beobachtungsgabe schulen. Ein geschärfter Blick in die Welt hat schon so manchen Horizont erweitert. Auch persönliche Erfahrungen bieten stabile Pfeiler für die Architektur eines Buchs. Einerseits bietet der Schreibprozess eine Möglichkeit sich von persönlichem Ballast zu befreien, indem man ihn einfach aufs Papier projiziert. Andererseits ist das Ver- und Einarbeiten des eigenen Erfahrungshorizonts in ein Buch fast unvermeidbar. Schon viele populäre Schriftsteller, wie zum Beispiel Paulo Coelho, haben ihre Lebenssphäre erst über ein Buch einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

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Wie man ein Buch schreibt, sagt Ihnen im Normalfall Ihre Intuition.


2)
Recherche: Seien Sie neugierig. Die beste Geschichte gefällt nicht, wenn sie nicht authentisch wirkt. Selbst Fantasygeschichten folgen einem stringenten Konzept und die Welten, die in ihnen erschaffen werden, erscheinen irgendwie logisch. Vor allem komplexe Handlungsverläufe, wie sie sich in Krimis oder Thrillern zutragen, verlangen nach gründlicher Recherche. Gefahr läuft man vor allem bei allen Themen, die nicht der Fantasie, sondern der Realität entspringen und somit auch der Allgemeinheit bekannt sind. Schriftstellern, die ihre Figuren zum Beispiel melancholisch durch die Barszene Dublins schlendern lassen, sollte der Begriff „Temple Bar“ zumindest ein Begriff sein. Denn wer einen bekannten Sightseeing Hotspot beschreibt und dabei bis ins Unechte verzerrt, läuft Gefahr, unter Beschuss zu geraten. Um der Angriffsfläche im DIN Format zu entgehen, sollten Gewissenhafte sowohl Schauplätze, Chronologie und Namen als auch klassische Stereotype genau unter die Lupe nehmen. Im Gegensatz zu klassischen Schriftstellern haben die Autoren der Postmoderne einen entschiedenen Vorteil. Das Internet macht vor Ort Recherche und Reisen verzichtbar und bietet sich als schnelllebige Alternative an. Interviews, Biographien und Bibliotheken bieten ebenfalls ertragreiche Quellen für Tiefenrecherche.

3) Ausdruck: „Das, was man wahr empfindet auch wahr auszudrücken, das heißt, mit jenen kleinen Beglaubigungszeugen der Selbstempfindung, macht den großen Schriftsteller“, betonte Aphoristiker Georg Christoph Lichtenberg einst die Authentizität, mit der Autoren ihre Bücher schreiben sollten. Die Schreiber der Zukunft, die im Internet nach dem Rüstzeug für den richtigen Ausdruck suchen, werden wahrscheinlich auf andere Meinungen stoßen. So findet man in etlichen Literaturforen und Autorenguides immer wieder Hinweise auf den vermeintlich perfekten Schreibstil. So wird zum Beispiel von passiven Satzkonstruktionen, Schachtelsätzen oder allzu ausschmückenden Attributen abgeraten. Und wo die einen eine klare, pointierte Sprache propagieren, treten die anderen für einen eher bildhaften Stil ein. Wir vom novum Verlag raten weder das eine, noch das andere zu beherzigen. Wichtig ist, dass man seinen eigenen Stil findet und diesem auch treu bleibt. Oft sind es gerade Ecken, Kanten und Syntax, die die Individualität eines Werks unterstreichen. Im schlimmsten Fall läuft man Gefahr in der großen Masse frisch gedruckter Literatur unbemerkt unterzugehen.

In diesem Sinne entlassen wir vom novum Verlag Sie noch mit einem passenden Zitat zum Thema: „Wie man ein Buch schreibt“:

„Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Wörter weglassen.“

Mark Twain

Sie schreiben gerade ein Buch oder stehen kurz davor, ihre erste große Geschichte abzutippen? Mehr Informationen finden angehende Autoren in unserer „Schreibwerkstatt“ oder in unseren Informationen für Neuautoren, die Sie auf unserer Homepage kostenlos anfordern können.

Lassen Sie Ihrer Tastatur freien Lauf!

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